Scheidung ohne Unterhalt

17. Mai 2001, 19:05
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YLine und Beko stellen Klagen ein

Wien - Der Rosenkrieg zwischen dem Internetdienstleister YLine und der Softwareschmiede Beko, beides börsennotierte Unternehmen aus Wien, ist zu Ende. Die Unternehmen haben sich einvernehmlich geeinigt, die Verfahren einzustellen, so YLine-Chef Werner Böhm. "Kampfeinstellung wegen Ermüdung der Gegner", nennt es Beko-Chef Peter Kotauczek.

Beide Unternehmen waren Anfang des Jahres zu Gericht gezogen, um sich gegenseitig zu klagen. YLine hatte die Beko im September durch Aktientausch übernehmen wollen. Ohne den neuen Partner zu unterrichten, hatte YLine im Dezember den Internetprovider YWAS an I-Online verkauft. Der als Fusion bezeichnet Deal war zu dem Zeitpunkt in einem Letter of Intent (LoI) festgelegt worden, sollte aber spätestens per 31. Dezember über die Bühne gehen. Rechtsexperten werteten den Verkauf von YWAS als groben Verstoß gegen den LoI. Böhm hatte Beko vorgeworfen, die Verschwiegenheitspflicht verletzt zu haben. Im Falle eines Scheiterns des Deals wäre eigentlich ein Pönale in der Höhe von 4,5 Millionen Schilling fällig geworden. YLine-Chef Böhm hatte stets von einem dreistelligen Millionenbetrag gesprochen, der bei Nichtzustandekommen des Deals fällig wird. (jake, DER STANDARD, Printausgabe 18.5.2001)

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