Memorabilia des - eben nicht - "normannischen Kleiderschranks"

17. Mai 2001, 17:59
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Curd Jürgens im Theatermuseum

Wien - Die wohl wertvollste Erkenntnis zu Curd Jürgens steuerte Margie Jürgens, die Witwe des Schauspielers, bei der Presseführung zur Ausstellung im Theatermuseum bei: Das von Brigitte Bardot geprägte Diktum vom "Normannischen Kleiderschrank" ist falsch übersetzt, richtig wäre "Normannischer Schrank".

Über aufgeklebte Zeitungsartikel wie "Curd Jürgens: Ich kann Frauen nicht leiden" - betritt man das Foyer des Österreichischen Theatermuseums, wo bis 23. September eine Curd-Jürgens-Ausstellung läuft. In Kooperation mit dem Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main, wo die Ausstellung zuvor zu sehen war, wird ein privater Blick auf den 1982 verstorbenen Schauspieler präsentiert.

Persönliche Gegenstände wie Pfeifen, eigenhändige Notizen zu seiner Autobiografie und sein Schachspiel sind ebenso zu sehen wie von Jürgens getragene Kostüme aus Film und Theater. In einem kleinen Kino wird eine Kompilation aus Jürgens Filmschaffen geboten, Film- und Toneinspielungen von Bühnenauftritten ergänzen.

Vor allem aber sieht man Photographien, von den Jugendjahren über Jürgens' Theaterarbeit in Wien, seine Filme und Fernsehauftritte bis zu Bildern aus seiner zweiten Heimat Frankreich. Auch seine weniger berühmten Arbeiten, wie die Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre entstandenen "St. Pauli"-Filme, werden thematisiert.

Der Rundgang schließt mit einem Blick auf die Häuser und den Lebensstil des fünfmal Verheirateten. Seiner Witwe Margie ist es zu verdanken, dass der Nachlass in die konservatorische Obhut des Deutschen Filmmuseums kam, und ebenso, dass die Ausstellung nun in Wien zu sehen ist und danach weiter "auf Tour" gehen kann. (APA)

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