Jugendliche in der EU greifen immer früher zur Flasche

17. Mai 2001, 15:22
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EU-Parlament gibt Empfehlungen für Gegenstrategien

Straßburg/Brüssel - Jugendliche in der EU, auch Mädchen, greifen immer früher zur Flasche. Alkoholkonsum hänge mit ungewollten Schwangerschaften, Geschlechtskrankheiten, Kriminalität und Verkehrsunfällen zusammen, warnt die sozialdemokratische EU-Abgeordnete Catherine Stihler, die für das Europa-Parlament Empfehlungen gegen den Alkoholkonsum verfasst hat, die am Donnerstag mit überwältigender Mehrheit angenommen wurden.

Kein Zeichen von Stärke

Jugendlichen müsse klargemacht werden, dass Trinken kein Zeichen von Stärke ist, so die SPÖ-Europaabgeordnete Christa Prets dazu. Aufklärung über Gefahren des Alkohols müsse auf allen Ebenen passieren: bei den Eltern, in den Schulen, in Jugendorganisationen und in den Betrieben, damit den Jugendlichen klar werde, dass eine starke Persönlichkeit "Nein" sagen kann, so Prets. Österreich liege im internationalen Vergleich des Pro-Kopf-Alkoholkonsums an neunter Stelle, innerhalb Österreichs werde im Burgenland am meisten getrunken, warnt Prets.

Emfehlungen des EU-Rates

Der Bericht des Parlaments ergänzt Empfehlungen des EU-Rates an die Mitgliedsländer, Strategien zu erarbeiten, um den Alkoholkonsum von Jugendlichen zu verringern. Dazu gehört vor allem Bewusstseinsbildung, aber auch Beschränkungen bei Werbung und die Vermeidung irreführender Produktbezeichnungen. Auch wird an die Empfehlung erinnert, für Führerscheinneulinge maximal 0,2 Promille vorzuschreiben. Die Empfehlungen sind nicht verbindlich. (APA)

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