High Tech Ohrakupunktur wird präsentiert

17. Mai 2001, 14:17
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Symposium über die Bedeutung von High-Tech in Wien

Wien - Ein zweitägiges Symposium über die Bedeutung von High-Tech und moderner Kommunikationstechnologie für die Entwicklung der Medizin im dritten Jahrtausend wird kommende Woche am 21. und 22. Mai im Haus der Musik in der Wiener City stattfinden. Am ersten Tag sprechen die Vortragenden über Themen wie Medizin, Computer und Internet, am zweiten Tag stehen Referate über Musik und Tanz als Therapie auf dem Plan, gab Veranstalter und Neurochirurg Dr. Reinald Brezovsky am Donnerstag bei einer Pressekonferenz bekannt.

Die Hochtechnologie in der Medizin sei sinnlos, wenn das menschliche Zutun fehlt. "Ziel des Symposiums ist, dass dieses Thema im Ausland eine stärkere Verbreitung hat", so Veranstalter Brezovsky.

"Höhepunkt des Symposiums wird die Präsentation der High Tech Ohrakupunktur 'P-STIM' sein", sagte Brezovsky. Erste Tests für dieses Mikropunktualstimulationsgerät, das hauptsächlich für Schmerzpatienten eingesetzt werden soll, sind gerade abgeschlossen. Die Pilotstudie, die im Krankenhaus Tulln bei 30 Patienten durchgeführt wurde, ergab eine Erfolgsrate von etwa 70 Prozent, meinte der Erfinder von "P-STIM", der Gefäßchirurg Dr. Constantin Szeles. Das Gerät, das für ein paar Tage im und hinter dem Ohr plaziert wird und aus Sterilitätsgründen nur einmal verwendet werden kann, hat laut Szeles keine Nebenwirkungen und einen guten Tragekomfort.

"Wir hoffen, dass 'P-STIM' im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommt. Die Kosten belaufen sich auf rund 1.000 Schilling", erläuterte der Gefäßchirurg. (APA)

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