Unsere Augen trocknen aus

17. Mai 2001, 14:13
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Bildschirmarbeit ist ein Hauptauslöser

Wien - Das "Trockene Auge" ist eine Erkrankung, die immer mehr Menschen trifft. Wie Augenfachärzte bei einer Pressekonferenz der Österreichischen Ärztekammer am Donnerstag in Wien sagten, seien schon rund zwei Drittel ihrer Patienten davon betroffen. Einer der Hauptauslöser für die Probleme mit dem Tränenfilm sei die Bildschirmarbeit in klimatisierten Büros.

Klimaanlagen, Drucker und künstliches Licht am PC-Arbeitsplatz lösen das "Trockene Auge" aus, sagte Primar Dr. Paul Drobec, Präsident der Österreichischen Ophtalmologischen Gesellschaft. Betroffen von der Erkrankung seien zunehmend junge Leute. Die Kombination mit der Pille oder speziellen Medikamenten würde die Störung noch verstärken.

"Der Tränenfilm besteht aus Flüssigkeit, Talg und Schleim", führte Dr. Veronika Huber-Spitzy, Oberärztin im Sanatorium Hera in Wien aus. Die richtige Zusammensetzung des Tränenfilms garantiere die nötige Befeuchtung der Hornhaut und die Abwehr von Erregern. Wenn etwa zu wenig Talg in der Flüssigkeit ist, könne auch vermehrtes Rinnen der Augen zum Austrocknen führen.

Permanente Reizung

"Rund um den Bildschirm wimmelt es nur so von elektrostatisch aufgeladenen Staubteilchen, die das Auge permanent reizen", so Augenärztin Dr. Helga Azem. Trockene, heiße Luft der Zentralheizung, aber auch Luftbefeuchter oder Klimaanlagen, die manchmal "Bakterienschleudern" sind, seien der ideale Nährboden für die Erkrankung. Die erhöhte Konzentration bei der Bildschirmarbeit führt zudem noch dazu, dass weniger geblinzelt wird. Die Folge: Weniger Tränenflüssigkeit. Keime und Schmutz können nicht mehr von der Hornhaut abgespült werden.

Um die Probleme durch die Bildschirmarbeit zu reduzieren, sollte ein Abstand von 50 bis 70 Zentimetern eingehalten werden. Der Benutzer sollte im Sitzen geradeaus auf die Oberkante des Schirmes sehen, also mit leicht gesenktem Blick arbeiten. Die geringste Blendung wird erreicht, wenn das Gerät im rechten Winkel zum Fenster steht, so die Expertin. (APA)

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