OMV trifft in Libyen ins Schwarze

18. Mai 2001, 14:46
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Aktie des Ölkonzerns legt beachtliche Kurssprünge hin

Wien - Die OMV hat in der libyschen Wüste erneut ins Schwarze getroffen. Als Reaktion hat die Aktie des Ölkonzerns am Donnerstag an der Wiener Börse um über acht Prozent zugelegt, das ist auf Tagesbasis der größte Kursgewinn seit April 1999. Am Freitag setzte das Papier seinen Höhenflug fort und konnte bis 15:00 Uhr neuerlich 3,15 Prozent auf 114,50 Euro zulegen. Zuvor hatte die OMV bekannt gegeben, bei der dritten Bohrung im Murzuk-Becken gemeinsam mit ihren Partnern auf einen signifikanten Ölfund gestoßen zu sein. Diese Nachricht ließ die Aktie in die Höhe schnellen, sagte ein Händler.

Die OMV hält 24 Prozent am Joint Venture, Betriebsführer für drei die Blöcke im Murzuk-Becken 800 Kilometer südlich der Hauptstadt Tripolis ist der spanische Ölriese Respol-YPF, mit an Bord sind TotaFinaElf aus Frankreich und Saga Petroleum (Norwegen).
Für die OMV mausert sich das nordafrikanische Land immer mehr zu einer Goldgrube. Die Ölproduktion im Murzuk-Becken begann im Dezember 1996, im Vorjahr kam bereits 39 Prozent des von der OMV geförderten Öls aus Libyen. Das nordafrikanische Land ist eine der vier Förder-Kernregionen der OMV, neben der britischen Nordsee, Pakistan sowie Österreich.

Australien soll nach der Übernahme von Cultus zum fünften Kernland werden, daneben bohrt die OMV im Sudan, in Vietnam und Albanien. Zusätzlich strebt der Konzern ein Engagement in den ölreichen Ländern des Nahen Ostens an. (rose, DER STANDARD, Printausgabe 18.5.2001)

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