Fischer kritisiert kostspielige Neubesetzungen

17. Mai 2001, 18:35
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"Parlamentarische Kontrolle muss sich darum kümmern"

Wien - Der stellvertretende SPÖ-Vorsitzende Heinz Fischer kritisierte Donnerstag in einer Pressekonferenz scharf, dass die Regierung 200 Mill. S für den "Luxus" ausgebe, um nach dem Motto "Rot raus, andere Farben hinein" möglichst rasch ihre Vertrauensleute in wirtschaftliche Schlüsselpositionen zu setzen. Noch dazu, wo diese nicht immer die Bestqualifzierten seien, sondern als hervorragendste Eigenschaft nur hätten, Vertrauensleute der Regierung zu sein.

"Die Relation stimmt nicht", meinte Fischer angesichts der kolportierten 200 Mill. S an Abfertigungszahlen für den früheren ÖIAG-Chef Rudolf Streicher, die AUA-Vorstände Herbert Bammer und Mario Rehulka oder den ÖBB-Generaldirektor Helmut Draxler - wenn nämlich gleichzeitig auch noch die Unfallrenten sozial Schwächster besteuert würden.

Wenn die VP-FP-Regierung schon die Politik verfolge, Schlüsselpositionen mit ihren Vertrauensleuten zu besetzen, sollte man wenigstens abwarten, bis bestehende Verträge auslaufen und nicht teure Abfertigungen zahlen, "nur um unliebsame, nicht in die Farbenlehre passende", aber durchaus erfolgreiche Manager loszuwerden. "Darum muss sich die parlamentarische Kontrolle kümmern", kündigte Fischer parlamentarische Aktivitäten der SPÖ an. (APA)

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