Readymix leidet unter schwacher Baukonjunktur

17. Mai 2001, 13:40
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Sparkurs der Regierung belastet Ergebnis - Mitarbeiterabbau

Readymix mit hohem Quartalsverlust Wien (APA) - Hohe Verluste und eine Abschwächung der Auftragslage musste die zur britischen RMC-Gruppe gehörende börsenotierte Readymix Kies Union im ersten Quartal 2001 hinnehmen. Der Umsatz sank auf 440,4 Mill. S (32,0 Mill. Euro) nach 523,8 Mill. S im Vorjahresquartal. Das Betriebsergebnis verschlechterte sich auf minus 107,7 Mill. S nach minus 88,6 Mill. S, das Ergebnis vor Steuern betrug im ersten Quartal 2001 minus 129,4 Mill. S nach minus 106,0 Mill. S vor einem Jahr. Die Zahl der Mitarbeiter ging gegenüber dem Vorjahr auf 934 von damals 1.005 zurück.

Readymix begründet diese Entwicklung im Aktionärsbrief mit dem Sparkurs der Regierung und mit der schwachen Baukonjunktur. Die im dritten Quartal 2000 begonnene interne Reorganisation und Standortoptimierung wurde, so das Unternehmen, im ersten Quartal d.J. größtenteils abgeschlossen. Dennoch konnte trotz deutlich verstärkter Vertriebsaktivitäten und eines umfassenden Kostensenkungsprogrammes der branchenbedingte Rückgang nicht aufgefangen werden.

Umstrukturierungsprogramm

Das Umstrukturierungsprogramm umfasste den Abbau von rund 100 Mitarbeitern und den Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Anlagevermögen sowie die Straffung der Organisation und die Optimierung der Produktionsstandorte. Allein aus der Personalmaßnahme erwartet sich das Unternehmen für heuer Einsparungen von 110 Mill. S, die Kosten dafür wurden mit 72 Mill. S angegeben. Diese waren im abgelaufenen Geschäftsjahr ergebniswirksam. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand auf Grund der Kostensenkungsprogramme eine Ergebnisverbesserung. (APA)

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