CLC will mit Börsengang Ostexpansion finanzieren

18. Mai 2001, 13:32
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Ausgabepreis für Aktie des Linzer Callcenters bei 5,45 Euro

Wien - Der Linzer Callcenter-Betreiber und Anbieter von Kundenmanagement-Lösungen CLC wird voraussichtlich am 6. Juni an die Wiener Börse gehen. In den kommenden Wochen sollen eine Millionen junge und im Zuge des 666.000 alte Aktien an institutionelle und private Anleger in Österreich, der Schweiz und London vergeben werden. Der Preis pro Aktie wurde mit 5,45 Euro (74,99 S) fix festgesetzt. Die Erlöse sollen für die geplante Expansion nach Osteuropa verwendet werden. Die Zeichnungsfrist beginnt am Freitag und endet spätestens am 30. Mai.

CLC wird im B-Segement der Wiener Börse notieren. Market Maker ist dabei die Centro Bank, Platzierungsinstitute sind unter anderem die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich, die Oberbank, Bluebell und die RBB Bank.

Satter Verlust

Im Jahr 2000 hat CLC 7,4 Mill. Euro (101,8 Mill. S) umgesetzt. Dabei fuhr das Unternehmen noch einen satten Verlust vor Steuern (EBIT) von 2,5 Mill. Euro ein. Heuer wolle man aber mit einem EBIT von 523.000 Euro bereits leicht positiv bilanzieren. Ohne den hohen Marketingaufwand in diesem Jahr für die CLC-Telefonauskunft "118899" würde das Unternehmen heuer bereits deutlich positiver bilanzieren, erklärte Firmengründer und CEO Cevdet Caner.

Im kommenden Jahr will das Unternehmen, ohne Berücksichtigung der Einnahmen aus dem Börsegang, den Umsatz auf 32,6 Mill. Euro steigern. Der EBIT-Gewinn soll dann nach heutiger Schätzung 3,2 Mill. Euro betragen. Wann es allerdings die erste Dividende für die CLC Aktionäre gebenb wird, ist laut Caner aus heutiger Sicht noch nicht absehbar.

Ostexpansion

"Der Börsegang ermöglicht uns eine noch dynamischere Fortsestzung unserer Expansion", erklärte Caner weiter. Geplant seien neue Standorte in Zentral- und Osteuropa. Einen Großauftrag in Polen habe man bereits gewonnen. Weitere Aktivitäten in Tschechien seien bereits in konkreter Planung. Überlegt werde auch bereits eine Expansion nach Slowenien und in die Slowakei. Das Unternehmen orientiere sich dabei jedoch an der aktuellen Nachfrage, so der CLC-Chef.

Der Unternehmenswert beträgt nach Berechnung der Erste Bank vom März dieses Jahres rund 500 Mill. S. Der Preis von 5,45 Euro (74,99 S) je Aktie entspricht einem Unternehmenswert von 450 Mill. S. Die CLC gewährt ihren künftigen Aktionären damit einen Diskont von rund 10 Prozent. Hauptaktionär der CLC wird auch nach dem Börsegang des Unternehmens die Carner Privatstiftung mit einem Anteil von 22 Prozent bleiben. Der größte Aktionär dahinter ist dann die Beko Holding mit einem Anteil von 16 Prozent, gefolgt von der Bank Austria Treuhand mit 14 Prozent, dem Ehepaar Breitenstein mit 12 Prozent und zwei weiteren Privatstiftungen mit je 7,5 Prozent. (APA)

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