Belgrad fordert Beseitigung von Minenfeldern

17. Mai 2001, 13:06
posten

"Dulden keine Provokationen"

Belgrad - Belgrader Regierungsvertreter haben Angehörige der albanischen "Befreiungsarmee von Presevo, Medvedja und Bujanovac" zur Niederlegung der Waffen und Beseitigung von Minenfeldern in der südserbischen Pufferzone aufgefordert, in die am 24. Mai jugoslawische Sicherheitskräfte einrücken sollen. Der Sprecher des Regierungspressezentrums in Bujanovac, Ljubomir Podunavac, erklärte, dass die jugoslawischen Sicherheitskräfte danach "keine Provokationen" dulden würden. Einen Appell an die UCPMB-Angehörigen hatte am Mittwoch auch der KFOR-Befehlshaber Thorsten Skiaker gerichtet.

Der lokale UCPMB-Militärführer Rizvan Quazimi bestätigte unterdessen gegenüber Medien, dass bewaffnete Gruppen heute die Dörfer Lucane und Turija bei Bujanovac verlassen würden. Im Regierungspressezentrum wurden zuvor die "Demobilisierung und Demilitarisierung" der zwei Dörfer angekündigt.

98 UCPMB-Angehörige hatten sich gemäß Medienberichten am Mittwoch den internationalen KFOR-Friedenstruppen im Dorf Zamurska Mahala an der administrativen Grenze Südserbiens zum Kosovo übergeben. 90 Albaner sollten nach der Einvernahme wiederum auf freien Fuß gesetzt werden. (APA)

Share if you care.