Weiter Hochwassergefahr in Sibirien

20. Mai 2001, 10:33
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Bombeneinsätze auf Eisschollen werden weitergeführt

Moskau - Trotz wiederholter Bombeneinsätze russischer Kampfflugzeuge gegen die Eismassen auf dem sibirischen Strom Lena bestand am Sonntag für die Stadt Jakutsk und ihre 200.000 Einwohner weiter Hochwassergefahr. Der Wasserpegel am acht Meter hohen Schutzdamm um die Stadt lag nach Darstellung der Zivilschutzbehörden am Morgen nur einen halben Meter unterhalb der kritischen Marke.

Da sich knapp 50 Kilometer flussaufwärts ein Stau von Eisschollen gebildet hatte, wurden am frühen Morgen wieder Kampfflugzeuge eingesetzt. Vier Kampfbomber vom Typ Suchoi Su-24 warfen insgesamt 24 250 Kilogramm Bomben auf die Eisbarriere, die sich daraufhin auflöste. Das aufgestaute Wasser hatte zuvor die Stadt Olekminsk überschwemmt. Knapp 3500 Bewohner wurden vor den eisigen Fluten in Sicherheit gebracht. (APA/dpa)

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