Deutsche Top-Manager geben CDU-Chefin Merkel schlechte Noten

17. Mai 2001, 12:30
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Schlechtester Wert seit Amtsantritt

Düsseldorf - Die Führungskräfte der deutschen Wirtschaft beurteilen CDU-Chefin Angela Merkel so schlecht wie noch nie seit ihrem Amtsantritt im Frühjahr 2000. In einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Düsseldorfer "Handelsblatts" bewerteten 63 Prozent der Manager die Arbeit Merkels in den vergangenen Wochen als "schlecht" (47 Prozent) oder sogar "sehr schlecht" (16 Prozent). Das ist eine Zunahme im Vergleich mit April um 22 Prozentpunkte. Auf einer von eins ("sehr gut") bis sechs ("sehr schlecht") reichenden Notenskala erhielt die CDU-Chefin nur noch die Durchschnittsnote 3,8. Im April hatte ihr die Wirtschaftselite noch die Note 2,5 gegeben.

Merkel steht damit im Ansehen der Top-Manager genauso schlecht da wie CDU/CSU-Fraktionschef Friedrich Merz, der unverändert gegenüber April ebenfalls die Durchschnittsnote 3,8 bekam. Seine Arbeit wird von zusammen 70 Prozent als "schlecht" oder "sehr schlecht" eingestuft. Die Arbeit der Bundesregierung wird von der Wirtschaftselite mit der Durchschnittsnote 3,3 bewertet. Die Regierung liegt seit Jahresbeginn konstant bei dieser Wertung. Auch die Noten für einzelne Regierungsmitglieder sind seit Jahresanfang nahezu unverändert: Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) kommt als "Spitzenreiter" auf die Gesamtnote 2,9 und Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) auf 3,0.

Für die Umfrage befragte das Psephos-Institut im Auftrag des "Handelsblatts" im Zeitraum vom 30. April bis 11. Mai insgesamt 808 Führungskräfte. (APA)

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