Forschungsquote hinter den Erwartungen

18. Mai 2001, 11:33
posten
Wien - Die Österreichische Forschungsquote bleibt in diesem Jahr hinter den Erwartungen bzw. den politischen Zielsetzungen zurück. Nach der am Donnerstag von Statistik Austria veröffentlichten Schätzung der Ausgaben für Forschung und experimentelle Entwicklung (F&E) werden heuer voraussichtlich 54 Mrd. S (3,9 Mrd. Euro) für F&E aufgewendet. Das sind gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) 1,83 Prozent - also noch deutlich unter dem von der Regierung angepeilten Ziel, im kommenden Jahr 2,0 und 2005 2,5 Prozent zu erreichen.

Gegenüber dem Vorjahr ist die Gesamtsumme der Forschungsausgaben um 6,4 Prozent gestiegen. Die damit erreichte Forschungsquote von 1,83 ist höher als jene des Jahres 2000 mit 1,79, liegt aber nicht über jener des Jahres 1999, als ebenfalls bereits 1,83 Prozent erzielt wurden.

Von den gesamten F&E-Ausgaben werden 21,8 Mrd. S (40,3 Prozent) von der öffentlichen Hand getragen, 21,6 Mrd. S (40,1 Prozent) von der Wirtschaft, 10,4 Mrd. S (19,3 Prozent) vom Ausland (z.B. Rückflüsse aus EU-Forschungsprogrammen) und 185 Mill. S (0,4 Prozent) vom privaten gemeinnützigen Sektor. Zu den Ausgaben der öffentlichen Hand steuert der Bund 18,4 Mrd. S (34,1 Prozent) bei, die Bundesländer 3,1 Mrd. S (5,7 Prozent) und andere öffentliche Finanzierungsquellen 250 Mill. S (0,5 Prozent). Bei der Schätzung der Forschungsausgaben des Bundes hat die Statistik Austria von den F&E-Sondermitteln der Bundesregierung für die laufende Legislaturperiode in Höhe von sieben Mrd. S nur jene zwei Mrd. S berücksichtigt, die heuer der Forschung zufließen sollen. (APA)

Share if you care.