OeNB-Geldregen fürs Budget

17. Mai 2001, 14:46
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Gewinnausschüttung der Nationalbank an den Bund fast 30 Prozent höher

Wien - Einen satten Geldregen fürs Budget gibt es aus dem Gewinn 2000 der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB): Die Erfolgsrechnung erbrachte ein geschäftliches Ergebnis von rund 1,7 Mrd. Euro. Daraus errechnet sich die 34-prozentige Körperschaftssteuer von 573 Mill. Euro sowie der gesetzliche Gewinnanteil des Bundes in Höhe von 90 Prozent des versteuerten Ergebnisses im Ausmaß von 998 Mill. Euro. Nach Berücksichtigung von KÖSt und Dividende erhält der Bund mit ca. 1,6 Mrd. Euro oder 21,5 Mrd. S eine um fast 30 Prozent höhere Gewinnabfuhr als im Vorjahr.

Wie OeNB-Gouverneur Klaus Liebscher in einer Pressekonferenz nach der Generalversammlung am Donnerstag berichtete, hat die Nationalbank im Jahr 2000 das höchste Ergebnis ihrer Geschichte erreicht. In den letzten fünf Jahren seien Gewinne von mehr als drei Prozent des BIP an den Staat geleistet worden. Vom verbleibenden Gewinnanteil stellt die Bank mit etwa 70 Mill. Euro (967 Mill. S) erneut den Großteil der Forschungsförderung zur Verfügung.

Nach Berücksichtigung von Körperschaftsteuer (KÖSt: 573 Mill. Euro), gesetzlichem Gewinnanteil (998 Mill. Euro) und Dividende erhält der Bund mit ca. 1,6 Mrd. Euro oder 21,5 Mrd. S eine um fast 30 Prozent höhere Gewinnabfuhr als 1999. Das sind 92,6 Prozent des Gewinns. Allein in in den letzten 5 Jahren seien Gewinne von mehr als 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) an den Staat geleistet worden, hob die OeNB-Spitze am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz hervor.

Forschungsförderung

Vom verbleibenden Gewinnanteil stelle die Bank mit etwa 70 Mill. Euro (967 Mill. S) erneut den Großteil der Forschungsförderung zur Verfügung.

Durch Goldverkäufe an die BIZ (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) hat sich der Goldbestand im Vorjahr um 30 auf 377 Tonnen verringert. Steigende Goldpreise brachten dabei auch einen Aufwertungsgewinn von 566 Mill. Euro, der aber erfolgsneutral im Neubewertungsknto verbucht wurde. Mit den Goldverkäufen von Anfang 2001 hat der Goldbestand um weitere 30 Tonnen abgenommen. OeNB-Präsident Adolf Wala hob heute hervor, dass die Bank im Jahr 2000 mehr als 63 Prozent ihers Goldbestands über Termineinlagen oder Swaps ertragbringend nutzte.

Warnung

Es könnten aber auch wieder viel schlechtere Ergebnisse blühen. Bei der Generalversammlung am Donnerstag sagte Notenbankpräsident Adolf Wala, dass unter den neuen bilanziellen und wirtschaftlichen Bedingungen "in Hinkunft auch der Ausweis eines Jahresverlustes nicht auszuschließen" sei. (APA)

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