In Brasilien gehen die Lichter aus

17. Mai 2001, 11:35
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Die Regierung verbietet aufgrund der Energie-Knappheit Abendspiele

Rio de Janeiro - Im brasilianischen Fußball sind die Lichter ausgegangen. Die Regierung hat am Mittwoch wegen der Energie-Knappheit bis auf weiteres Abendspiele unter Flutlicht verboten. Das für Donnerstag angesetzte Cup-Viertelfinale zwischen Corinthians und Atletico Parananese musste bereits auf den Nachmittag verlegt werden. "Wenn es so weiter geht, müssen wir Spiele in Paraguay oder Bolivien austragen, wo es keine Energie-Krise gibt", meinte Corinthinas-Vizepräsident Antonio Roque Citadina.

Die Regierung von Brasilien, das zu 90 Prozent von Wasserkraftwerken abhängig ist, macht die Dürre für die Energie-Knappheit verantwortlich. Der große Verlierer neben dem Fußball ist aber auch das Fernsehen. Die Spiele werden normalerweise um 21:45 Uhr, nach den Soap-Operas, angepfiffen und müssen nun bereits am Nachmittag beginnen. (APA/Reuters)

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    Ein Bild der Vergangenheit

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