Risiko von Creutzfeld-Jakob untersucht

17. Mai 2001, 11:20
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Paris - Die menschliche Form des Rinderwahnsinns könnte in Frankreich in den kommenden 60 Jahren im schlimmsten Fall 300 Personen betreffen. Zu diesem Schluss kam ein Untersuchungsausschuss im Pariser Senat, der sich mit den gesundheitsschädlichen Folgen vom Tiermehl-haltigem Rinderfutter befasst hat. Wie der im vergangenen November eingesetzte Ausschuss am Donnerstag bekannt gab, stellen die massiven Futtermittel-Importe aus Großbritannien von 1988 bis 1990 die größte Ansteckungsgefahr dar.

Als Basis seiner Berechnungen zog der Ausschuss die englischen Daten zu Infektionsrisiko bei BSE und der bei Menschen tödlich verlaufendenden Gehirnerkrankung Creutzfeld-Jakob heran. Bei der Prognose wurde der längstmöglichen Inkubationszeit Rechnung getragen. Der Senatsausschuss betonte weiter, dass auf Grund der in Frankreich ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen der Rindfleischkonsum gegenwärtig überhaupt kein Risiko darstelle.

Was die Verbreitung von BSE in Europa anlangt, so trage Großbritannien durch die Ausfuhr des Tiermehls die Hauptschuld daran. Die Europäische Kommission habe die Verbreitung der Krankheit "durch ihre Untätigkeit erleichtert". Zur Erstellung der Studie hat der Ausschuss zwölf Anhörungen organisiert und die Meinung von mehr als 60 Experten eingeholt. (APA)

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