Preisunterschiede für Führerscheine immens

17. Mai 2001, 17:18
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ÖGB: Forderung nach Aufhebung des De-facto-Gebietsschutzes

Graz - Ein Preischaos bei Führerscheinen und Wucher bei Führerscheinkursen kritisiert die Gewerkschaftsjugend. Wie es im Zuge eines österreichweiten Informationstages am Donnerstag in Graz hieß, müsse für einen B-Führerschein zwischen 11.000 Schilling in Wien und 19.400 Schilling in Salzburg berappt werden. De facto habe man keine Wahlfreiheit bei den Fahrschulen, weil die Fahrprüfung nur von der Wohnsitzbehörde abgenommen werden dürfte, so die ÖGB-Jugend.

Die Preisunterschiede seien auch durch Zusatzausstattung nicht mehr gerechtfertigt, unterstrich Alexander Perissutti, Vorsitzender der Gewerkschaftsjugend Steiermark. Geändert gehöre zunächst der Zugang zu den Fahrschulen, der derzeit einer Art Gebietsschutz unterliege: "Durch Preisvergleiche kann sich der Fahrschüler zwar informieren, wo es billiger gewesen wäre, freie Auswahl hat er jedoch nicht", so Perissutti.

Die ÖGJ Steiermark forderte in diesem Zusammenhang Verkehrsministerin Monika Forstinger (F) auf, "sich diesem Problem anzunehmen, dem Gebietsschutz der Fahrschulen eine deutliche Absage zu erteilen und endlich Wettbewerb in die heimische Fahrschulbranche einziehen zu lassen". (APA)

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