IAA-Präsidium gibt sich verwundert über Schaffelhofers Ausscheiden

17. Mai 2001, 11:16
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"Offensichtlicher Alleingang und nicht repräsentativ für den VÖZ"

Das Ausscheiden des Generalsekretärs des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ), Walter Schaffelhofer, aus dem Vorstand der Österreich-Sektion der International Advertising Association (IAA) nach Differenzen über die Bewertung der geplanten ORF-Reform hat beim IAA-Präsidium Verwunderung ausgelöst (etat.at berichtete). In einer Aussendung am Donnerstag spricht die Interessensgemeinschaft der Werbewirtschaft von einem "offensichtlichen Alleingang" Schaffelhofers, "der nach IAA-Informationen offenbar nicht repräsentativ für den VÖZ ist".

Schaffelhofer: "Einseitige Erklärung"

Schaffelhofer begründete sein Ausscheiden mit einer IAA-Resolution zum ORF-Gesetz mit den Forderungen "Keine Einschränkung von Product Placement", "Keine Einschränkung von Sponsoring", "Für eine liberale Regelung der Unterbrecherwerbung", "Für eine liberale Regionalwerbung", "Geschäftsgeheimnisse wahren", "Liberalisierung statt Verbote". Dieses Papier ist in den Augen Schaffelhofers eine "einseitige Erklärung", er hat seine Mitgliedschaft im Vorstand der IAA sowie seine Mitgliedschaft in der IAA insgesamt zurückgelegt.

IAA: "Wir haben immer die Interessen der Print-Medien vertreten"

In der Stellungnahme des IAA-Präsidiums heißt es nun, "die IAA sieht sich als Plattform für die Interessen der gesamten werbetreibenden Wirtschaft und auch der Medien, sowohl der Print- als auch der elektronischen Medien, und hat sich in diesem Sinne immer für die gemeinsamen Anliegen offensiv eingesetzt. VÖZ-Generalsekretär Schaffelhofer habe bei seinem Austritt aus der IAA "anscheinend übersehen, dass die IAA auch immer die Interessen der heimischen Printmedien engagiert vertreten hat, zuletzt bei der erfolgreichen Reduzierung der Werbesteuer und beim Kampf gegen Werbeverbote. Auch die vorliegende Resolution vertritt die Interessen der Printmedien."

Die IAA bekenne sich zur Medienvielfalt und zum dualen Fernsehsystem in Österreich und spreche sich klar für eine liberale Haltung in der Frage der Werbemöglichkeiten und Werbebestimmungen für alle Medien aus. Das IAA-Präsidium hat Präsident Erich Buxbaum ersucht, einen Nachfolger bzw. eine Nachfolgerin für das ausgetretene Vorstandsmitglied vorzuschlagen. (APA)

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