Signifikanter Anstieg des österreichischen Handelsbilanzdefizits

17. Mai 2001, 10:17
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Aber hohe Zunahme bei Exporten nach China, USA und Russland

Wien - Der österreichische Außenhandel hat in den ersten beiden Monaten des Jahres 2001 deutliche Zunahmen bei Exporten nach China, die USA und Russland verzeichnet. Nach Berechnungen der Statistik Austria ist das Handelsbilanzdefizit von Jänner bis Februar aber im Vergleich zum Vorjahr dennoch um fast ein Drittel oder 4 Mrd. S auf 17 Mrd. S (1,235 Mrd. Euro) angewachsen. Während die heimischen Importe um 11,1 Prozent auf 170 Mrd. S stiegen, erhöhten sich die Exporte um 9,2 Prozent auf 153 Mrd. S, teilte die Statistik Austria am Donnerstag mit.

Geringfügig zurückgegangen ist hingegen das Defizit im Handel mit den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Die Einfuhren aus der EU erhöhten sich um 5,2 Mrd. S auf 108,7 Mrd. S, die Ausfuhren in die EU-Staaten klettern demgegenüber um 5,6 Mrd. S auf 96 Mrd. S. Konträr verlief die Entwicklung im Handel mit Drittländern. Hier stiegen die Warenimporte um 23,5 Prozent auf 61,6 Mrd. S, die Warenexporte dagegen um "gedämpfte" 14,5 Prozent auf 56,9 Mrd. S.

Der Handel Österreichs mit den wichtigsten Partnerländern entwickelte sich in den ersten zwei Monaten 2001 sehr dynamisch. Die deutlichsten Zuwachsraten wurden bei den Einfuhren aus Polen (plus 33,2 Prozent), Belgien (plus 27,8 Prozent), Russland (plus 26,3 Prozent) und China (plus 24 Prozent), sowie bei den Ausfuhren nach China (plus 96,3 Prozent), Belgien (plus 39,4 Prozent), in die USA (plus 32,7 Prozent) und nach Russland (plus 27,6 Prozent) erreicht. Das höchste Defizit verbuchte Österreich im Jänner und Februar 2001 im Handel mit Deutschland, den größten Überschuss mit Schweden. (APA)

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