Ruth Schnell erhält Vorarlberger Landeskunstpreis

17. Mai 2001, 01:41
posten

Für Auseinandersetzung mit neuen Medien

Bregenz - Der alle zwei Jahre an Künstler aus dem Bodenseeraum vergebene und mit 100.000 Schilling dotierte Internationalen Kunstpreis des Landes Vorarlberg geht heuer an Ruth Schnell, wurde Mittwoch bekannt. Die Jury entschied sich für "eine Kunstschaffende, die sich konsequent mit den Neuen Medien auseinander setzt und deren Werk sich durch besondere Komplexität und Vielschichtigkeit auszeichnet". In ihrem Schaffen spiele die "Phänomenologie des Sehens bzw. des Blickes sowie die Verschränkung von virtuellen und realen Räumen und die Überblendung der realen Zeit mit simulierten Zeitebenen eine zentrale Rolle".

Die 1956 in Feldkirch geborene Preisträgerin lebt und arbeitet in Wien und unterrichtet visuelle Mediengestaltung an der Hochschule für Angewandte Kunst. Schnell zählt zu den wichtigsten Vertreterinnen der aktuellen österreichischen Video- und Computerkunst und ist auch Mitglied im Vorarlberger "Kunst und Bau-Beirat".

International hat Ruth Schnell etwa als Österreichvertreterin an der 46. Biennale von Venedig (1995) teilgenommen, wo sie die interaktive Computerinstallation "Body Scanned Architecture" präsentierte. Zu den wichtigsten realisierten Konzepten im öffentlichen Raum zählen die sensorgesteuerte, interaktive Wasserinstallation "Wasserzaun" beim Grenzübergang Kärnten/Slowenien (Karawankentunnel), die Lichtinstallation "Virtual Terms" bei der Niederösterreichischen Landesakademie sowie die Lichtinstallation "Sprache Sehen" bei der HTL in Bregenz. (APA)

Share if you care.