Weder gratis noch umsonst

16. Mai 2001, 20:36
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Tarifmodell für Pressespiegel

Der Verband der österreichischen Zeitungen (VÖZ) hat ein Modell entworfen, bei dem die Vervielfältigung von Zeitungsartikeln über Internet oder Intranets geregelt und finanziell abgegolten werden soll. "Wir wollen den Gebrauch von Informationen jedenfalls nicht verbieten", sagte Walter Schaffelhofer, Generalsekretär des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ). Wenn Firmen oder Institutionen Zeitungsartikel als Kopie an ihre Mitarbeiter versenden, ins Internet stellen oder in Geschäftsberichten oder Broschüren verwenden wollen, sollen die Zeitungen für ihre Leistungen aber eine angemessene Vergütung erhalten.

Der Vertrag wird dabei zwischen den Zeitungen und den Verwendern geschlossen. Die Kosten für diese Nutzung von Zeitungsartikeln in Form einer Urheberabgabe sollen nach einem Preismodell erfolgen, das sich nach dem Umfang der in Anspruch genommenen Leistungen orientiert. Das dazu erstellte Staffelmodell wird bis Mitte Juni fertig werden, sagt Schaffelhoffer, und sei ein Diskussionsvorschlag. Ein Preisbeispiel daraus: Die Gebühr für einen Pressespiegel mit durchschnittlich 200 Zeitungsartikeln pro Monat, der für 24 Nutzer als Kopie zur Verfügung gestellt wird, wird 20.000 S pro Jahr betragen.

Im zweiten Halbjahr soll das endgültige Tarifmodell präsentiert werden. Die Umsetzung ist für 2002 geplant. (jake/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17.5.2001)

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