Autofahrerclubs wollen Autokostenindex wieder einführen

16. Mai 2001, 14:37
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ÖAMTC und ARBÖ nach Inflationszahlen für Anhebung des Kilometergelds

Wien - ÖAMTC als auch ARBÖ fordern angesichts der veröffentlichten Inflationsrate im April von 2,3 Prozent eine sofortige Wiederaufnahme des Preisindex für den privaten Pkw-Verkehr (Autokostenindex) sowie eine Anhebung des amtlichen Kilometergeldes um 50 Groschen auf 5,40 S (0,392 Euro). Der Autokostenindex, der bisher für die Erhöhung des amtlichen Kilometergelds ausschlaggebend war, wird seit Beginn des Jahres nicht mehr berechnet.

"Offenbar will man die Diskussion über das Kilometergeld abschaffen, indem man ihr die Basis, den so genannten Autokostenindex, entzieht", so Brugger-Brandau. Der ARBÖ sieht darin einen "untragbaren Zustand" für alle Kraftfahrer. Die Bundesregierung ignoriere seit Monaten die Interessen aller Staatsbürger, die das Kraftfahrzeug beruflich nutzen.

Das amtliche Kilometergeld gilt als Pauschalentschädigung für Bundesbedienstete bei Verwendung ihres Privatfahrzeuges für Dienstfahrten und dient zugleich als Richtlinie sowie Höchstbetrag für die Steuerfreiheit in der Privatwirtschaft. Laut ARBÖ-Experten sollen damit Treibstoffkosten, Öl, Servicekosten, Reparaturkosten, Wertverlust, Versicherungen aller Art (Vollkasko-, Haftpflicht, Insassenunfall- und Rechtsschutzversicherung), Zusatzausrüstung (Winterreifen und Autoradio), Steuern, Parkgebühren, Mautvignette, Finanzierungskosten (Leasing- oder Kreditraten) und Mitgliedsbeiträge für Autofahrerclubs abgegolten werden. (APA)

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