Länderchefs der Ostregion intensivieren Zusammenarbeit

16. Mai 2001, 14:12
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Chancen der Ostöffnung sollen genützt werden

Forchtenstein - Die Bundesländer der Ostregion wollen künftig ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen. Vor allem in den Bereichen Technologie, Verkehrsinfrastruktur, Tourismus und Kultur wolle man die Kooperation verstärken, erklärten die Länderchefs Hans Niessl, Erwin Pröll und Michael Häupl bei einer Pressekonferenz anlässlich eines Arbeitsgesprächs auf Burg Forchtenstein. Das Treffen selbst verlief in ausgesprochen freundschaftlicher Atmosphäre: "Wir wollen diese Tradition, die von Erwin Pröll, Michael Häupl und Karl Stix ausgegangen ist, in Zukunft beibehalten", sagte Niessl.

Angesichts dessen, dass die gute Zusammenarbeit in der Ostregion bereits "scheele Blicke" ernte, bemerkte Pröll, "jemand, der sich vor uns Dreien fürchtet, hat selber Schuld". Es gehe schlicht und einfach darum, die sich durch die Ostöffnung ergebenden Chancen zu nutzen. Das zeitweilige "Gegeneinander" der Bundesländer aus der Vergangenheit biete dazu kein Konzept mehr.

Gemeinsame Wege beschreiten wollen die Länderchefs etwa im Wirtschaftsbereich, um "in der Weiterentwicklung der Wirtschaftspotenz die Grenzen hinter uns zu lassen", so Pröll. "Die Ostregion kann so etwas werden wie ein Landeplatz für die Technologie im mitteleuropäischen Raum." Unter anderem einigten sich die Länderchefs auf die Gründung einer Forschungs- und Technologiegesellschaft. Zwischen Wien und dem Burgenland sei außerdem eine wechselseitige Beteiligung an den Biotechnologiezentren in Neusiedl und in Wien geplant, so Häupl. Er biete auch "von Herzen" eine gemeinsame Bewerbung des Tourismus an, sagte der Wiener Bürgermeister. (APA)

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