Inflation in Euro-Zone mit neuer Rekordmarke

16. Mai 2001, 13:57
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Preissteigerung in der EU-15 bei 2,6 Prozent

Wien/Brüssel - Die Inflation in der Euro-Zone ist im April mit 2,9 Prozent erneut eine Rekordmarke gestiegen. Diesen Stand hatte die Preissteigerung in den zwölf Euro-Ländern zuletzt im vergangenen November erreicht; es war der höchste Wert seit Einführung der Gemeinschaftswährung, teilte das EU-Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Brüssel mit. Vor einem Jahr lag die jährliche Inflationsrate bei 1,9 Prozent. In der gesamten Union stieg der Preisauftrieb von 2,3 Prozent im März auf 2,6 Prozent im April.

Österreich verbuchte gemeinsam mit dem Vereinigten Königreich (1,1 Prozent) und Frankreich (2,0 Prozent) mit einer Rate von 2,5 Prozent die niedrigste Inflation. Die höchsten Teuerungsraten verzeichneten im April die Niederlande (5,3 Prozent), Portugal (4,6 Prozent) und Irland (4,3 Prozent).

Das selbstgesteckte Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die Preissteigerung bei zwei Prozent zu halten, wurde laut AFP damit erneut deutlich verfehlt. Die EZB hatte erst vor einer Woche mit Blick auf die schwächelnde Konjunktur ihre Leitzinsen überraschend um einen Viertel Prozentpunkt gesenkt. EZB-Präsident Wim Duisenberg hatte den Schritt mit dem nachlassenden Druck auf die Verbraucherpreise in der Euro-Zone begründet. (APA)

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