"Machtverlust tut weh"

16. Mai 2001, 13:57
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Zierler zu Cap: "Künstlicher Aufschrei"

Die Kritik von SPÖ-Mediensprecher Josef Cap an der geplanten ORF-Reform wurde von Vertretern der Regierungsparteien zurückgewiesen. Übereinstimmend meinten FPÖ-Generalsekretärin Theresia Zierler und ÖVP-Verfassungssprecherin Ulrike Baumgartner-Gabitzer: "Machtverlust tut weh".

Zierler: "Der einzige Grund für den heutigen künstlichen Aufschrei der SPÖ besteht im Verlust des parteipolitischen Einflusses im ORF und der herannahenden Entpolitisierung. Cap verkraftet es offensichtlich nicht, dass nun auch die letzten Relikte von Parteifunk beseitigt werden."

Baumgartner-Gabitzer im ÖVP-Pressedienst: "Josef Cap - der 'Doktor No' der SPÖ - ist wieder einmal zur Verteidigung des ORF-Monopols angetreten. Die SPÖ hat jahrelang in den ORF hineinregiert und will sich diese Option für die Zukunft offenbar offen halten. Doch mit dem von Cap verteidigten 'Medienalbanien' in Österreich ist Schluss. Die neue Koalitionsregierung will einen unabhängigen ORF, der dem öffentlich-rechtlichen Auftrag und seinen Sehern und Hörern verpflichtet ist, und nicht der Willkür politisch Mächtiger." (APA)

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