20.000 Quadratkilometer Regenwald verloren

19. Mai 2001, 17:28
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Brasiliens Bilanz für 2000: die Abholzung ist sprunghaft angestiegen

Brasilia - Die Abholzung des tropischen Regenwaldes in Brasilien ist offiziellen Angaben zufolge sprunghaft angestiegen. Im vergangenen Jahr sei eine größere Fläche abgeholzt worden als in den fünf Jahren zuvor, teilte das brasilianische Raumfahrtinstitut am Dienstag mit. Während im Jahr 2000 eine Fläche von rund 20.000 Quadratkilometern den Sägen zum Opfer gefallen sei, seien es im Jahr davor rund 17.000 Quadratkilometer gewesen. Satellitenaufnahmen vom Amazonas-Gebiet zeigten, dass im vergangenen Jahr 0,56 Prozent des gesamten Regenwaldes abgeholzt worden seien.

Umweltschützer reagierten mit Kritik auf die Entwicklung. "Der Beginn des neuen Jahrtausends hätte für den Amazonas nicht schlimmer sein können", erklärte die Naturschutzorganisation World Wildlife Fund. Das brasilische Umweltministerium kündigte neue Kontrollen für die Abholzung an, um einem Kahlschlag vorzubeugen. Der tropische Regenwald bietet Lebensraum für rund 30 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten. Das Amazonas-Gebiet, das oft als "Grüne Lunge des Planeten" bezeichnet wird, ist größer als Westeuropa. Der Großteil des Gebiets liegt in Brasilien, aber auch Nachbarstaaten wie Venezuela und Kolumbien haben Anteil daran. (APA/Reuters)

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