Mit Trendsportgeräten sicher durch den Strassenverkehr

16. Mai 2001, 13:02
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Folder für Scooter, Skater und Co.

Wien - Mehr als eine Million Österreicher sind mit Trendsportgeräten wie Scooter, Skates und Kickboards unterwegs. Etwa für 10.000 von ihnen endet das Vergnügen jedes Jahr im Spital. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) hat einen Folder aufgelegt, in dem genau aufgelistet ist, wer wo und wie fahren darf. "Wir wollen die Spielregeln zum eigenen Schutz näher bringen", erklärte Othmar Thann, Direktor des KfV, heute, Mittwoch, anlässlich der Präsentation.

Sakter dürfen überall fahren

Laut dem Leiter der KfV-Rechtsabteilung, Armin Kaltenegger ist "die gesetzliche Regelung seit der 20. StVO-Novelle ausreichend." Oft müssten aber auch Fachleute nachsehen, wie die Bestimmungen für einzelne Sportgeräte im Detail lauten. Skater wären etwa richtige Chamäleons, sie dürfen überall fahren. "Am Radweg gilt für sie wie für Radfahrer die 0,8 Promille-Grenze", so Kaltenegger.

Microscooter

Etwa 81 Prozent der Benützer von Microscootern sind laut KfV unter 15 Jahren. Sie wissen oft nicht, wo sie ihr Sportgerät nutzen dürfen. Gerade dieser Gruppe der Kinder und Jugendlichen wolle man die Verkehrsregeln übersichtlich näher bringen, hieß es.

Die Folder sollen in über 80 Sportgeschäften in Österreich aufliegen. Auch Polizisten, die mit Fahrrädern unterwegs sind, werden die Informationsblätter verteilen. Für Oberst Franz Stockinger, Chef der Wiener Verkehrspolizei, ist "Aufklären besser als Strafen". Es müsse mehr Toleranz zwischen den Gruppen der einzelnen Sportarten geschaffen werden. Unbelehrbare und Rücksichtslose erhielten aber weiterhin kein Pardon.

Kurse und die richtige Ausrüstung seien bester Schutz Hans Holdhaus, Direktor des Institutes für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung, sieht die modernen Sportgeräte als Hilfe, "um das Bewegungsdefizit auszugleichen". Beweglichkeit, Gleichgewichtssinn, Reaktionsvermögen und Ausdauer können trainiert werden, so der Experte. Allerdings müsse man die Geräte auch beherrschen, "learning by doing" sei zu wenig. Kurse und die richtige Ausrüstung seien zum Schutz vor Unfällen ebenso wichtig wie ein vernünftiges Miteinander und die Übersicht, wo gefahren werden darf. (APA)

Folder "Trendsportarten im Verkehr" zu bestellen unter Tel. Nr.: 01/ 717 70/ Durchwahl 233 oder 161
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