Konflikt zwischen FC Tirol und St.Gallen

18. Mai 2001, 15:41
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"Tirol treibt ein mieses Spiel" heißt es seitens der Schweizer - GAK mit neuer Nummer 10

Innsbruck - Der FC Tirol, der am Samstag die Titelverteidigung sicherstellen könnte, ist sich inzwischen mit dem Schweizer Teamverteidiger Marco Zwyssig von St. Gallen so gut wie einig. Der kopfballstarke und torgefährliche Defensivspieler, der beim Schweizer Meister und Tabellenführer Teil der Vierkette ist, soll den Abgang von Aleksander Knavs zu Kaiserslautern kompensieren und bereits beim Trainingsauftakt am 13. Juni dabei sein.

"Der Vertrag wird über drei oder vier Jahre laufen", berichtete Tirol-Manager Robert Hochstaffl. Der Transfer könnte eine kostspielige Angelegehneit werden, ist doch der Webseite des 1. FC St.Gallen zu entnehmen, daß Zwyssig vertraglich bis Juni 2004 an den Verein gebunden ist. Torhüter Marc Ziegler wurde von Innsbrucker Seite ein Dreijahresvertrag angeboten.

St. Gallens Präsident: "Tirol treibt ein mieses Spiel"

Die Vereinsverantwortlichen des FC St. Gallen wollten am Mittwoch von einem Transfer des Schweizer Teamverteidigers Marco Zwyssig nach dieser Saison zum FC Tirol nichts wissen. Mit Nachdruck betonte Präsident Thomas Müller, dass bis Mittwochabend kein Vertreter von Tirol an den FC St. Gallen herangetreten sei. "Tirol treibt ein mieses Spiel. Fakt ist, dass sich Zwyssig ganz auf den Meisterschaftsendspurt konzentriert, bei uns weiter unter Vertrag ist und nie Wegzugsabsichten andeutete. Ich schliesse aber nicht aus, dass von irgendeiner Seite Angebote gemacht werden. Zwyssig ist eine Teamsäule in unserem Meisterteam."

Die Planungen sind im wesentlichen abgeschlossen

Mit Rober Wazinger scheint beim FC Tirol hingegen alles klar zu sein. Hochstaffl: "Wir sind bekanntlich extrem zufrieden mit seinen Leistungen und auch er will unbedingt in Tirol bleiben." Das 34-jährige Urgestein Robert Wazinger hat seinen Kontrakt in Tirol um ein weiteres Jahr verlängert. "Damit sind die Planungen im wesentlichen abgeschlossen, außer wir finden noch ein Schnäppchen auf dem Transfermarkt", so Hochstaffl.

Zugang beim GAK

Unter dem neuen Führungsduo Rudolf Roth und Peter Svetits hat der GAK am Mittwoch seine neue Nummer zehn präsentiert. Der Jugoslawe Nikola Milinkovic, bisher Dreh- und Angelpunkt beim portugiesischen Erstligisten FC Alverca, wurde am Mittwoch vertraglich für zwei Jahre an die "Rotjacken" gebunden. Der 33-Jährige gilt als klassischer Spielgestalter und Mannschaftsregisseur und war bisher u.a. bei Becej (Jugoslawien), Lerida (Spanien) und Alverca tätig.

Aus dem erfolgreichen Retter wurde der Kapitän

Milinkovic war 1999 von Alverca für die letzten acht Spiele der Meisterschaft im Abstiegskampf verpflichtet worden. In dieser Phase war Milinkovic mit fünf Toren Hauptakteur bei der erfolgreichen Rettungsaktion und erhielt als Dank einen Zweijahresvertrag und die Kapitänsschleife. Nun heißt die neue Herausforderung des Jugoslawen GAK. (APA/SIZ)

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