Balkan- Außenminister wollen gemeinsame Probleme lösen

16. Mai 2001, 12:38
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Beraten in Tirana über Zusammenarbeit - Mazedonien-Krise im Vordergrund

Tirana - Die Außenminister der Balkanstaaten sind am Mittwoch in der albanischen Hauptstadt Tirana zu einer eintägigen Konferenz zusammengekommen. Die Minister aus Albanien, Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, Jugoslawien, Kroatien und der Türkei wollten über eine verstärkte Zusammenarbeit beraten.

Im Mittelpunkt der Beratungen stehen die kriegerischen Auseinandersetzungen in Mazedonien. "Das Treffen soll den gemeinsamen Willen der teilnehmenden Staaten demonstrieren, gemeinsam die Probleme dieser Region zu lösen", erklärte das Außenministerium Albaniens zu Beginn der Tagung.

Die neue mazedonische Regierung hat den albanischen Rebellen ein Ultimatum gestellt. Diese hätten bis Donnerstag Zeit, "das Land zu verlassen oder ihre Waffen niederzulegen", erklärte ein Regierungssprecher nach der ersten Sitzung des Allparteienkabinetts am Dienstag in Skopje. Die Rebellen der so genannten "Nationalen Befreiungsarmee" (UCK) ignorieren das Ultimatum und haben sich am Mittwoch im Norden Mazedoniens neue Gefechte mit Regierungstruppen geliefert. (APA/dpa)

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