Mussa tritt Generalsekretariat der Arabischen Liga an

16. Mai 2001, 11:37
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Ägyptischer Außenmister will im Nahost-Friedensprozess vermitteln - Erstes Treffen mit Arafat

Kairo - Der ehemalige ägyptische Außenminister Amr Mussa hat am Mittwoch in Kairo seinen Posten als Generalsekretär der Arabischen Liga angetreten. Mussa machte deutlich, dass er auch in seiner neuen Funktion ein Vermittler im Nahost-Friedensprozess bleiben wolle. Sein erster Gast im neuen Büro sollte am Mittwoch der palästinensische Präsident Yasser Arafat sein.

Der Ägypter rief die Mitglieder der Führungsebene der Liga zu sich, um mit ihnen über die künftige Organisation der Arbeit zu sprechen. Von Mussa erhoffen sich viele, dass er die politisch wenig effiziente Liga in eine dynamische Organisation verwandelt. Die Amtszeit des Generalsekretärs dauert fünf Jahre.

Mussa tritt die Nachfolge von Generalsekretär Esmat Abdel Meguid an, der ebenfalls ägyptischer Außenminister gewesen war. Die Arabische Liga ist ein 1945 geschaffener Zusammenschluss von heute 22 Staaten, einschließlich des 1988 von der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) ausgerufenen Staates Palästina. Die PLO war als solche bereits 1976 Vollmitglied der Liga geworden. Zu den Gründungsmitgliedern Ägypten, Irak, Jemen, Jordanien, Libanon, Saudiarabien und Syrien kamen später Algerien, Sudan, Libyen, Marokko, Tunesien, Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Mauretanien, Somalia, Dschibuti und die Komoren hinzu.

Zum Nachfolger Mussas als Außenminister ernannte Staatspräsident Hosni Mubarak den ehemaligen Botschafter in Washington, Ahmed Maher. (APA/dpa)

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