Israel will mit Besuch Riess-Passers "nichts zu tun haben"

16. Mai 2001, 11:27
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Universität Jerusalem: Einladung nicht beabsichtigt

Tel Aviv - Das israelische Außenministerium hat auf eine Erklärung von Vizekanzlerin und FPÖ-Chefin Susanne Riess-Passer reagiert, dass sie einen Privatbesuch in Israel plane. Der Sprecher des Außenministeriums erklärte am Mittwoch in Jerusalem, Israel könne einen Privatbesuch nicht verhindern, wolle jedoch mit einem solchen nichts zu tun haben. Es verfüge auch über keinerlei Informationen über einen geplanten Besuch der stellvertretenden Regierungschefin.

Auch der Sprecher der Hebräischen Universität Jerusalem erklärte, die Universität habe keine Kenntnis von einem solchen Besuch und keinerlei Absicht, Riess-Passer einzuladen. Die Politikerin hatte der israelischen Tageszeitung "Haaretz" mitgeteilt, dass sie eine Einladung von einer israelischen Universität erhalten habe. Die Vizekanzlerin sagte, sie hätte Ariel Sharon nach dessen Wahl zum Ministerpräsidenten ein Gratulationsschreiben geschickt und ihn ersucht, wieder einen israelischen Botschafter nach Wien zu entsenden. Aus dem Büro des Ministerpräsidenten verlautete, Sharon wisse nichts von einem derartigen Brief aus Wien.

Israel hatte nach dem Amtsantritt der ÖVP-FPÖ-Regierung im Februar 2000 Botschafter Nathan Meron aus Wien abberufen. Seither wird die diplomatische Mission von einem Geschäftsträger geleitet. An der Herabstufung der Beziehungen soll nach dem Willen der israelischen Regierung nichts geändert werden, solange die FPÖ in Wien an der Regierung beteiligt ist. (APA)

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