Probelauf des Zentralen Melderegisters

17. Mai 2001, 14:48
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Echtbetrieb ab 1. Jänner 2002 - Alle Wohnsitzdaten und Auskunftssperren bundesweit erfasst

Wien - Das Zentrale Melderegister (ZMR) nimmt morgen, Donnerstag, den Probebetrieb auf. Das ZMR wird das größte elektronische Verwaltungsregister Österreichs und allen Behörden und Dienststellen des Bundes, der Länder und Gemeinden für Online-Abfragen zur Verfügung stehen, kündigte das Innenministerium am Mittwoch in einer Aussendung an. Der Echtbetrieb soll mit 1. Jänner 2002 aufgenommen werden.

Im Rahmen der derzeit laufenden Volkszählung überprüfen die Gemeinden die Meldedaten aller Bürgerinnen und Bürger und geben sie online in das ZMR ein. Die Meldedaten werden im zentralen elektronischen Melderegister erfasst, das vom Innenministerium verwaltet wird. Das bedeute einerseits weniger Bürokratie und Kosten und andererseits mehr Service für Bürger und Behörden, argumentiert das Ministerium.

Alle Haupt- und Nebenwohnsitze, Abmeldungen sowie Auskunftssperren werden im neuen Melderegister bundesweit erfasst. Bei der Eingabe der Daten in das ZMR wird den Gemeldeten eine zwölfstellige, willkürlich vom System vergebene Zahl zugewiesen. Damit sollen Verwechslungen ausgeschlossen werden, die sich bei Namensgleichheit ergeben. Ab der Aufnahme des Echtbetriebs erspart sich der Bürger dann die Vorlage des Meldezettels bei Amtswegen. Die Ämter können den Wohnsitz per Mausklick überprüfen. Wer eine Meldebestätigung benötigt, muss nicht mehr zur Wohnsitzbehörde gehen. Jede Meldebehörde in Österreich wird sie ausstellen können.

Behörden und Körperschaften öffentlichen Rechts können die Meldedaten online abrufen. Personen, die regelmäßig Meldeauskünfte benötigen wie Notare, Rechtsanwälte, Mitarbeiter von Banken und ähnlichen Institutionen, sollen online auf jene Meldedaten zugreifen dürfen, für die keine Auskunftssperre besteht. (APA)

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