Inflationsrate stieg weiter

16. Mai 2001, 13:57
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Teuerungsrate legte auf 2,9 Prozent zu - Energie und Wohnen spürbar teurer

Wien - Wie in anderen Ländern der Euro-Zone ist im April auch in Österreich die Inflationsrate weiter angestiegen. Im Jahresabstand legte die Teuerungsrate auf 2,9 Prozent zu, nach 2,7 Prozent im März und 2,6 Prozent im Februar. Damit ist die Inflation wieder fast so hoch wie zu Jahresbeginn (Jänner 3,0 Prozent). Der VPI (2000=100) erreichte im April einen Stand von 102,4.

Ein Viertel der Inflationsrate wird nach Angaben der Statistik Austria vom Mittwoch durch den Bereich Wohnen verursacht, in dem auch die Haushaltsenergie enthalten ist: Strom war im April um 8 Prozent teurer als vor einem Jahr, Gas sogar um 17 Prozent, flüssige Brennstoffe um 10 Prozent, Fernwärme um 5 Prozent. Zusammen verursachen diese Energie-Bereiche ein Achtel der Inflationsrate.

Auch Nahrungsmittel teurer

Ein weiteres Drittel verursachen Verkehr und Nahrungsmittel. Bei Ernährung wurden vor allem Obst (+8 Prozent) und Fleisch teurer (Schweinefleisch +12 Prozent im Jahresabstand, Geflügel +7 Prozent). Alkoholische Getränke ermittelte die Statistik Austria um 4 Prozent teurer, Spirituosen sogar um 13 Prozent.

Im Sektor Verkehr waren die Verkehrsabgaben (Kfz-Steuer und Autobahnvignette) hauptverantwortlich für den Inflationsbeitrag, währen die Preise für Treibstoffe und Schmiermittel im April nur geringfügig höher als vor einem Jahr waren (+1 Prozent). Die zuletzt erfolgten Preiserhöhungen sind darin naturgemäß nicht enthalten.

Die Inflationsrate des für die Europäische Währungsunion zu berechnenden Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) lag im April mit 106,8 (1996=100) mit 2,5 Prozent im Jahresabstand neuerlich unter dem VPI-Anstieg, aber laut Statistik Austria deutlich höher als zuletzt. Im März hatte der HVPI im Jahresabstand um 1,9 Prozent zugelegt, im Februar um 1,8 Prozent, im Jänner 2,2 Prozent. Die Ursache für den 2,5-prozentigen HVPI-Anstieg im April - und für die Verringerung der Differenz zum VPI - liegt laut Statistik Austria hauptsächlich im höheren Gewicht im Tourismusbereich. (APA)

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