Peking zu weiteren Gesprächen über US-Raketenabwehr bereit

16. Mai 2001, 09:24
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US-Emissär spricht von "konstruktiven" Kontakten

Peking - Trotz Vorbehalten gegen eine US-Raketenabwehr hat sich die Volksrepublik China zu weiteren Gesprächen über die Pläne von Präsident George W. Bush bereit erklärt, wie der US-Gesandte James Kelly am Mittwoch in Peking sagte. Erste Konsultationen seien "konstruktiv" gewesen. Zuvor bekräftigte das chinesische Außenministerium aber auch, dass die Gespräche am Dienstag Chinas Ablehnung nicht gemindert hätten. Ein Sprecher forderte Washington auf, die Pläne für das Raketenabwehrsystem fallen zu lassen. Damit würde die strategische Balance gefährdet und ein Wettrüsten hervorgerufen.

Bei dem Treffen am Dienstag wurden nach Angaben Kellys auch die Menschenrechtslage in China und die mögliche Rückgabe des auf Hainan notgelandeten US-Spionageflugzeugs erörtert. Der Zusammenstoß mit einem chinesischen Kampfjet, dessen Pilot dabei ums Leben kam, Anfang April und die erst nach elf Tagen erfolgte Freilassung der 24köpfigen US-Besatzung hatten die Spannungen zwischen den beiden Mächten verstärkt. Die Regierung in Peking lehnt die Herausgabe der beschlagnahmten Maschine ab. (APA/AP)

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