14 Albaner bei Kämpfen um Oraovica getötet

16. Mai 2001, 11:41
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Albanischer Untergrundführer droht mit "Krieg"

Presevo/Belgrad - Bei Kämpfen zwischen serbischen Sicherheitskräften und Rebellen der albanischen Untergrundgruppe UCPMB sind 14 Albaner getötet worden. Acht Rebellen seien verletzt worden, weitere 80 hätten sich ergeben, sagte der Kommandant der serbischen Einheiten, Ninoslav Krstic in Oraovica. Das seit Tagen umkämpfte Dorf war erst kurz zuvor von den UCPMB-Rebellen geräumt worden.

Die Rebellen hatten Dienstag Nachmittag dem Rückzug aus Oraovica in die Pufferzone zur Provinz Kosovo zugestimmt. Die Verhandlungen wurden von EU-Beobachtern im Krisengebiet vermittelt, teilte ein Führer der albanischen Rebellen mit. Für den Rückzug hatten beide Seiten eine Waffenruhe vereinbart. Nach serbischen Angaben ist das Dorf Oraovica nun vollständig zurückerobert.

Ein Anführer der "Befreiungsarmee von Presevo, Medvedja und Bujanovac" (UCPMB) drohte jedoch bereits mit neuer Gewalt, falls jugoslawische Streitkräfte wie vorgesehen ab 24. Mai in die gesamte Pufferzone zum Kosovo einrücken. "Am 24. Mai wird es Krieg geben, wir beabsichtigen nicht, sie zurückkehren zu lassen", sagte Muhamed Xhemaili in einem Quartier in Muhovac.

Die NATO hatte die entmilitarisierte Zone an der Grenze zum Kosovo nach der Bombardierung Jugoslawiens im Juni 1999 eingerichtet. Am Montag stimmte die NATO der vollständigen Rückkehr der jugoslawischen Armee in die Pufferzone zu. (APA/dpa)

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