China lehnte WHO-Beobachterstatus für Taiwan ab

15. Mai 2001, 23:26
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Taiwanesischer Minister beklagt Kommunikationsprobleme in Krisenfällen

Genf - Der Gesundheitsminister von Taiwan, Ming-Liang Lee, hat am Dienstag in Genf bedauert, dass die UNO-Weltgesundheitsorganisation (WHO) sein Land als Beobachter ablehnte. China sprach sich erneut gegen einen Beitritt Taiwans aus. Die Anfrage des Inselstaates für einen Beobachterstatus wurde bei einer geheimen Abstimmung der Weltgesundheitskonferenz abgelehnt.

Vom humanitären Standpunkt her sei dieser Entscheid bedauernswert, erklärte der Gesundheitsminister vor den Medien. Ming-Liang hofft, dass Taiwan letztlich doch beitreten könne. "Unsere Bevölkerung leidet unter dieser Entscheidung, aber wir haben auch viel zu bieten", sagte er in Anspielung auf die Kleinheit des Landes. Taiwan hat 23 Millionen Einwohner.

Der taiwanesische Minister bedauerte die durch die negative Entscheidung entstehenden Kommunikationsprobleme und den fehlenden Zugang zu den Informationen der WHO. Taiwan ist auch von der Internationalen Föderation der Rotkreuz-Gesellschaften ausgeschlossen, was im Fall von Katastrophen zu zahlreichen Problemen führt. Die Jahreskonferenz der Weltgesundheitsorganisation dauert noch bis am 22. Mai. (APA/sda)

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