Russische Filmnächte in Graz

18. Mai 2001, 11:52
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Mit dabei ist Kira Muratova, die "wohl wichtigste lebende Regisseurin aus der ehemaligen UdSSR"

Auch wenn ihre ersten beiden Filme kaum Beachtung fanden, der dritte von der Kritik verrissen wurde und der vierte 1971 überhaupt für Jahre in der Versenkung verschwand, um erst sechs Jahre später zu erscheinen, tat das der Produktivität Muratovas keinen Abbruch. 14 Filme hat sie bis heute produziert, und 4 davon werden am Donnerstag und Freitag als Österreichische Erstaufführung im Forum Stadtpark gezeigt.

Geprägt war ihre Arbeit immer durch außergewöhnlichen Druck, sowohl ideologischer, als auch finanzieller Natur. Trotz ihres mehrjährigen Berufsverbots sind für sie Gespräche über "den Mut eines Künstlers" oder "die Treue zu sich selbst" zuwider. "Filmemachen ist eigentlich eine unnötige Sache, ein Luxus...Opium. Eine Droge. Na und? Wieso sollte ich etwas tun, was die Leute brauchen?"

Und trotzdem hatte sie immer den Wunsch, ein breiteres Publikum anzusprechen und meinte, dass dessen Ausbleiben das Resultat ihrer eigenen Beschränktheit sei.

Russische Filmnächte

Freitag, 18.05.01

"Kira Muratova/Die nächste Generation" Pismo v Ameriku / Brief nach Amerika, Vtorostepennie ljudi / Menschen zweiter Klasse Publikumsgespräch mit der Regisseurin Experimentelle Kurzfilme aus Moskau und St. Petersburg

ab 23:00 Dj Heinz Pfandl

Samstag, 19.05.01

"Mediale Transfers" Vorstellung des Novosibirsker Ultrakurzfilmfestivals

ab 23:00 lounge.ru Dj Rediska

(e_mu)

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