Palästinensischer Amokläufer schuldig gesprochen

15. Mai 2001, 20:49
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Wegen Mord in acht Fällen - Urteil am 31. Mai

Jerusalem - Der palästinensische Busfahrer, der im Februar mit seinem Fahrzeug in eine Gruppe Israelis raste und dabei acht Menschen tötete, ist am Dienstag wegen Mordes in acht Fällen schuldig gesprochen worden. Das Bezirksgericht in Tel Aviv fand den 35-Jährigen darüber hinaus der schweren Körperverletzung in 21 Fällen für schuldig.

Der Mann, der in Gaza lebt und eine Arbeitserlaubnis für Israel hatte, fuhr am 21. Februar palästinensische Arbeiter nach Tel Aviv. Nach Augenzeugenaussagen beschleunigte er seinen Bus, um vorsätzlich in eine Gruppe Soldaten und Zivilisten zu fahren, die in Asur an einer Haltestelle wartete. Dabei wurden sieben Soldaten, darunter vier Frauen, und eine Zivilistin getötet, 21 weitere Menschen wurden verletzt. Anschließend versuchte er mit hoher Geschwindigkeit zu flüchten, wurde aber von einer Polizeikugel getroffen.

Er begründete den Amoklauf mit Zorn über die Tötung von Palästinensern durch die israelische Armee während der jüngsten Unruhen. Die Staatsanwaltschaft fordert acht Mal lebenslänglich für den Täter. Das Strafmaß soll am 31. Mai verkündet werden. (APA/AP)

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