Brüssel lockert MKS-Vorsichtsmaßnahmen

17. Mai 2001, 12:07
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Schafe und Ziegen vorerst strenger kontrolliet als Rinder und Schweine

Brüssel - Die EU wird die Vorsichtsmaßnahmen gegen die Maul- und Klauenseuche (MKS) weiter lockern. Rinder und Schweine dürfen einer Empfehlung der zuständigen Fachleute zufolge wieder ohne ausdrückliche Genehmigung der Behörden aus den früheren Sperrgebieten herausgebracht werden; eine einfache Anmeldung des Transports genügt. Für die ebenfalls seuchengefährdete Schafe und Ziegen bleiben die Beschränkungen aber noch in Kraft.

Rinder- und Schweineexporte aus den Niederlanden sollen von der kommenden Woche an ebenfalls wieder erlaubt sein, wenn sie direkt in ein Schlachthaus führen. Importbeschränkungen sprachen die Fachleute hingegen für Frischfleisch seuchengefährdeter Tierarten aus der brasilianischen Region Rio Grande do Sul aus, wo die MKS jüngst ausgebrochen war. Das Votum der Experten im Ständigen Veterinärausschuss wird von der EU-Kommission in aller Regel unverändert übernommen.

Die Regierung in Deutschland hält die Gefahr eines Ausbruchs der Seuche in Deutschland für weitgehend gebannt. "Wir sind sehr optimistisch, dass es dazu nicht mehr kommen wird", sagte der Chef des nationalen MKS-Krisenstabes, Agrar-Staatssekretär Alexander Müller, der "Berliner Zeitung" (Mittwochausgabe). Zwar gebe es keine hundertprozentige Sicherheit, so lange in Großbritannien noch neue Fälle aufträten. "Aber die Gefahr wird von Tag zu Tag geringer", sagte der Grünen-Politiker. (APA/dpa)

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