Menschen für Menschen

15. Mai 2001, 19:27
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Karlheinz Böhm feiert 20jähriges Jubiläum seiner Äthiopien-Stiftung - und bleibt kämpferisch

Berlin/Wien - Karl-Heinz Böhm (73 wird seiner sozialen Arbeit nicht müde. Wer einmal gesehen habe, wie die Mehrheit der 62 Millionen Menschen in Äthiopien leben, könne dies verstehen, berichtete Böhm am Dienstag in Berlin anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der von ihm gegründeten Hilfsaktion "Menschen für Menschen". Zur Entwicklungshilfe hat Böhm dennoch eine durchaus kritische Haltung: Schon das Wort sei falsch, sagte er. Die Armutsländer müssten sich vielmehr aus der Abhängigkeit von den reicheren Staaten befreien können. Ihm sei es immer darauf angekommen, dass sich die Hilfe "aus den Bedürfnissen der Äthiopier heraus entwickeln muss".

Auch in Österreich ist zum 20-jährigen Bestehen von "Menschen für Menschen" eine Reihe von Veranstaltungen geplant. Unter anderem wird am 28. Mai auf der Grazer Schloßbergbühne Kasematten Andrea Jonasson Gedichte von Pablo Neruda vortragen. Am 30. Mai findet im Wiener Rathaus ein Festakt mit Andrea Jonasson, Mijou Kovacs und Karlheinz Böhm als Vortragenden statt.

Böhm startete seine Hilfsaktion in der ZDF-Fernsehsendung "Wetten, dass..?" am 16. Mai 1981. Damals bewegte er die Zuschauer dazu, insgesamt 1,2 Millionen Mark für humanitäre Hilfe in Äthiopien zu spenden. In dem afrikanischen Land leistet Böhm seitdem Hilfe zur "Selbstentwicklung", wie er betont. (APA/dpa)

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