ÖBB: Statt dem Bau-kommt der Putztrupp

15. Mai 2001, 20:34
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Eigentlich - das ist schon lange her - wollten die ÖBB eine Bahnhofsoffensive

Wien - Eigentlich - das ist schon lange her - wollten die ÖBB eine Bahnhofsoffensive. Mit einem Investitionsvolumen von acht Milliarden Schilling sollten Österreichs Bahnhöfe attraktiver und moderner gemacht werden.

Dann wurden die Prioritäten neu gewichtet. Von der "Offensive" blieb wenig - Bahnhofsbehübschung soll es dennoch geben: Heuer werden 200 Millionen Schilling für Putztrupps am Bahnhof ausgegeben. 40 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Bahnhofskosmetik ist Teil eines von den ÖBB unter dem Titel "Neues Bahnhofsmanagement" lancierten Programms, Bahnhöfe kundenfreundlicher und attraktiver zu machen: Bahnhofsmanager sollen unter dem für ÖBB-Kunden bisher schier unglaublichen Motto "geht nicht, gibt es nicht" als Ansprechparter für Reisende, aber auch Mieter auf allen Bahnhöfen und Haltestellen dafür sorgen, dass Sicherheit, Sauberkeit und Service auf ein Niveau gebracht werden, das - so Westbahnhof-Manager Wolfgang Urbanek - "die Leute den Bahnhof nicht mehr fluchtartig verlassen" macht.

Schließlich, so ÖBB-Immobilienchef Heinz Redl, strebe man auch danach, innerhalb der Bahnhöfe einen attraktiven Branchenmix anzubieten. "Aber man sieht immer nur den Istzustand, es fällt sehr schwer, bei Neuvermietungen den Bahnhof der Zukunft zu sehen." (rott, DER STANDARD, Print-Ausgabe 16. 5. 2001)

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