Albaner-Rebellen wollen sich aus umkämpften Oraovica zurück ziehen

15. Mai 2001, 19:17
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Örtlicher Rebellenchef spricht von Vermittlung durch EU-Beobachter

Pristina - Die Rebellen der südserbischen Albaner-Guerilla UCPMB haben einem Rückzug aus dem umkämpften Ort Oraovica in die Pufferzone zum Kosovo zugestimmt. Das sei durch Vermittlung von EU-Beobachtern in dem Krisengebiet ausgehandelt worden, sagte der lokale Rebellenchef mit dem Decknamen "Shpetim" in einem Telefoninterview am Dienstagnachmittag.

Für den Rückzug, der zum Schutz der Zivilisten vereinbart sei, sollte eine Waffenruhe mit den serbischen Sicherheitskräften von 16.00 Uhr an gelten. Diese sei aber zunächst nicht eingehalten worden, sagte der Rebellenkommandeur. Um den Ort haben sich Rebellen und Sicherheitskräfte Kämpfe geliefert. Berichte am Dienstag hatten auf ein Vorrücken von Armee und Polizei in dem bisher von Rebellen besetzten Ort hingedeutet. (APA/dpa)

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