Die "Böhsen Onkelz" dürfen als rechtsradikal bezeichnet werden

15. Mai 2001, 18:38
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Ein Gericht bestätigt die Einschätzung der Berliner "taz"

Berlin - Die Berliner Tageszeitung ("taz") darf die Gruppe Böhse Onkelz nach einer Entscheidung des Berliner Landgerichts weiter als "berüchtigte, rechtsradikale Band" bezeichnen. Dies berichtet die "taz" in ihrer Mittwochausgabe. Damit sei eine einstweilige Verfügung gegen die Zeitung aufgehoben worden.

Die 1979 gegründeten Böhsen Onkelz gelten als eine der umstrittensten Bands im deutschsprachigen Raum, die mit aggressiven Texten ("Ich bin Bomberpilot / ich bring euch den Tod ...") mit zumindest streckenweise rechtem Einschlag in die Kritik gerieten. Ihre Vergangenheit bezeichnen sie selbst als Jugendsünde. Inzwischen beteiligten sie sich selbst an "Rock gegen Rechts"-Veranstaltungen. Viele Künster nehmen der Band aber ihren Wandel nicht ab.

Die Zeitung hatte argumentiert, ihre Beurteilung der Band sei durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt. Die Böhsen Onkelz fänden auch heute noch in rechtsradikalen Kreisen breite Resonanz. Die Begründung des Urteils war am Dienstag zunächst nicht vom Landgericht zu erhalten. (APA/red)

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