Ferrari-Chef Montezemolo will nicht in Berlusconis Regierung

16. Mai 2001, 00:09
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Die Appelle von Ferrari und den Fans blieben nicht ungehört

Maranello - Ferrari-Chef Luca Di Montezemolo hat am Dienstag ein Angebot des designierten italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi zurückgewiesen, Minister der neuen Regierung zu werden. In einem von 1.000 Ferrari-Mitarbeitern und von Jean Todt, dem Rennleiter von Ferrari, unterzeichneten Brief war Montezemolo am Dienstag gebeten worden, den Vorstandsvorsitz bei dem Autohersteller zu behalten.

Berlusconi hatte vor der Wahl erklärt, Montezemolo werde in einer von ihm geführten Regierung Sport- oder Außenhandelsminister. Seine Gegner hatten darauf mit dem Vorwurf reagiert, Berlusconi wolle sich die außerordentliche Popularität der Marke Ferrari bei den Italienern zu Nutze machen. Der Ferrari-Chef selbst hatte sich überrascht von Berlusconis Ankündigung gezeigt.

Am Dienstag erklärte Montezemolo, er habe mit Berlusconi gesprochen und diesen von den Appellen der Ferrari-Mitarbeiter wie auch vieler Fans in Kenntnis gesetzt, bei Ferrari zu bleiben. Berlusconi habe diese Motive verstanden, nicht in seine Regierung einzutreten. (APA/ANSA/AP)

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