Salzburger Handy-Dienstleister EMTS wird "hot buy"

15. Mai 2001, 16:59
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CA IB und Sarasin sehen hohes Kurspotenzial und deutliche Unterbewertung

Zwei Kaufempfehlung für den Salzburger börsenotierten Handy-Dienstleister EMTS sind in den letzten Tagen eingetrudelt. Die CA IB, die Investmentbank der Bank Austria Gruppe, und auch die Schweizer Bank Sarasin stufen das an der Zürcher Börse gelistete Unternehmen mit "Strong Buy" bzw. "Buy" ein. Sarasin sieht für die nächsten 12 Monate ein Kurspotenzial auf bis zu 150 Schweizer Franken, die CA IB setzt ein Kursziel von 130 Schweizer Franken. Am Dienstag gegen 16 Uhr notierte EMTS in Zürich mit 104,75 Schweizer Franken.

EMTS profitiert vom wachsenden Markt

EMTS sollte laut Sarasin-Analyst Reto Portmann von der Konsolidierung des fragmentierten After-Sales-Service Marktes profitieren. Der Markt sollte außerdem auf Grund der zunehmenden Komplexität und Serviceintensität der Mobiltelefone weiter wachsen. Laut CA IB sei EMTS in der glücklichen Lage, von den Wachstumsraten im Kleincomputer- und Mobilfunkbereich (handsets) nur sehr beschränkt abhängig zu sein.

Beide Institute sind der Überzeugung, dass EMTS vergleichsweise mit einem viel zu hohen Abschlag gehandelt werde. Dies, obwohl sie laut CA IB bei weitem die stärkste Bilanz vorweisen könne, die es ihr erlaube, zukünftige Akquisitionen mühelos zu finanzieren.

Beide Analysten erwarten Gewinne

Der Sarasin-Analyst erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinn je EMTS-Aktie von 1,8 Euro und 3,0 Euro im Folgejahr nach 0,80 (CA IB) bzw. 0,70 Euro (Sarasin) im Jahr 2000. CA IB-Analyst Alfred Reisenberger prognostiziert für 2001 einen Gewinn je Aktie von 2,1 Euro und 3,07 Euro für das Folgejahr. Sarasin erwartet ein durchschnittliches jährliches Gewinnwachstum von 1999 bis 2004 von 42,1 Prozent.

Im laufenden Geschäftsjahr schätzt Sarasin die Höhe der EMTS-Umsätze auf 175,5 (CA IB: 165,5) Mill. Euro und ein Nettoergebnis von 11 (12,2) Mill. Euro nach 102,1 und 4,1 Mill. Euro im Jahr 2000. (APA)

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