Gen-Heilkräuter aus China

17. Mai 2001, 08:37
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Biotechnologie in der Pflanzenforschung zunehmend populärer

Peking - Laut Experten der Universität von Peking betritt die Entwicklung traditioneller chinesischer Heilkräuter ein neues Zeitalter. Genveränderte medizinische Pflanzen und Organe sowie pflanzliche DNA-Moleküle und –Genchips könnten zum bedeutendsten Forschungsgebiet für die pflanzliche Medizin werden, wie TheStraitsTimes berichtet. Damit werde die Anwendung von Biotechnologie in der Pflanzenforschung zunehmend populärer, so der Experte für chinesische Heilkräuter Guo Dean von der Universität Peking auf der International Hightech Industries Week 2001.

Wissenschaftler der Chinese Academy of Medicine haben bereits mit Pilzen ein Wachstum chinesischer Heilkräuter induziert und Pflanzeninhalte verändert. Forscher geben sich optimistisch, dass dadurch ein wesentlicher Fortschritt in der Optimierung von chinesischen Heilkräuterarten erreicht werden könne. Dies zeigte auch das Beispiel des Hunan Institute of Chinese Medicine, wo Ginseng-DNA in Sojabohnen eingebracht wurde und sich in Folge ihr medizinischer Wert erhöhte. In kürzlich errichteten Inkubationszentren wurden Gene des Schlüsselenzyms der Pflanze Artemisia annua – Beifußgewächs – geklont.

"Mit Hilfe der Genforschung bei chinesischen Heilpflanzen könnte die biologische Zusammensetzung der chemischen Pflanzeninhalte dargestellt werden", erklärte Dean. In Zukunft soll sich die Forschung auf die Zellen absterbender Heilpflanzen konzentrieren und biologische Methoden verwenden, um die chemischen Inhalte bedeutender Pflanzen transformieren zu können. (pte)

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