Deutsche Börse verdiente mit Handelssystem Xetra deutlich weniger

15. Mai 2001, 15:47
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Börseschwäche belastete Xetra-Geschäft

Frankfurt - Die Deutsche Börse AG hat im ersten Quartal dieses Jahres mit ihrem Computerhandels-System Xetra wie erwartet deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Wie aus den am Dienstag von der Börse veröffentlichten detaillierten Quartalszahlen hervorgeht, schrumpfte der Gewinn (EBIT) des Börsen-"Flaggschiffs" um fast 63 Prozent auf 13,4 Mill. Euro (184,4 Mill. S). Der Umsatz der Sparte nahm lediglich um knapp acht Prozent auf 66,3 Millionen Euro ab. Die Börse hatte bereits vor einigen Wochen über rückläufige Xetra-Geschäfte infolge der Schwäche an den Aktienmärkten berichtet. Insgesamt hatte die Deutsche Börse ihr EBIT in den ersten drei Monaten dieses Jahres um fast die Hälfte auf 90,2 Mill. Euro gesteigert.

Nach Angaben der Börse wurde das Xetra-Ergebnis in den ersten drei Monaten auch durch Investitionen in das neue Finanzportal NeuerMarkt.com sowie durch Änderungen des Abrechnungsverfahrens der Schlussnoten auf dem Parkett belastet. Insgesamt habe die Börse mit Xetra jedoch ihren Wettbewerbsvorsprung ausgebaut und 95,7 Prozent am Handelsvolumen in Inlandsaktien an allen deutschen Börsen auf das System vereinigt. Die deutsche Börse hatte bereits vor einigen Wochen erste Zahlen für das Quartal veröffentlicht.

Den deutlichen Anstieg des Konzernergebnisses im ersten Quartal konnte die Börse nach Einschätzung von Analysten insbesondere durch ein kräftiges Wachstum bei der Terminmarkt- Tochter Eurex erzielen. Umsätze und Gewinn (EBIT) kletterten bei der Eurex um je mehr als 40 Prozent auf 61,3 Mill. Euro beziehungsweise 27,9 Mill. Euro. Die Konzernzahlen lägen im Rahmen der Prognosen, die Eurex habe sich geschäftlich aber besser entwickelt als erwartet, sagte Harry Harutunian, Analyst bei Commerzbank Securities in London. (APA/Reuters)

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