BP im neuen Kleid

15. Mai 2001, 13:46
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Mineralölkonzern startet auch in Österreich mit neuem Design - Shops sollen Umsatzträger werden

Wien - Der Mineralölkonzern BP startet nach dem internationalen Marken-Relaunch auch in Österreich mit seinem neuem Design. Am Dienstag wurde am Wiener Gürtel die erste BP-Tankstelle mit neuem Outfit eröffnet. Das neue Logo - ein blumenähnliches Sonnenrad in grün, gelb und weiß - ist nach dem griechischen Sonnengott "Helios" benannt. Bis Ende 2002 sollen alle 400 österreichischen BP-Tankstellen mit "Helios" gekennzeichnet sein. Die Umrüstung inklusive der neu errichteten Tankstellen kostet BP in Österreich insgesamt 130 Mill. S (9,45 Mill. Euro), erklärte BP Austria-Tankstellenchef Bernd Zierhut am Dienstag vor Journalisten.

Das neue Logo steht nach Ansicht Zierhuts für "leistungsorientiert, innovativ, fortschrittlich und grün". Die neue Tankstelle am Wiener Gürtel überrascht dabei vor allem durch Bildschirme an den Zapfsäulen, an denen neben Werbung alle 20 Sekunden aktuelle Verkehrsnachrichten aus der Region gezeigt werden. BP kooperiert dabei mit dem ORF-Radio Ö3.

Solardach

Über den "Bildschirmpumpen" der neuen Tankstelle befindet sich ein Solardach, dass die gewonnene Energie in das Netz der Wienstrom einspeist. Und das Wasser, das im Waschbereich der Tankstelle verbraucht wird, wird zu 80 Prozent wiederaufbereitet und in den Waschkreislauf zurückgeführt. Der Hacken dabei sind allerdings die Kosten für die neue Tankstelle: nämlich rund 30 Mill. S, im Vergleich zu 18 bis 20 Mill. S für eine herkömmliche Tankstelle dieser Dimension.

Shops als Umsatzträger

BP will allerdings mit der neuen Strategie auch den Umsatz im Tankstellenbereich deutlich erhöhen. Neuer Umsatzträger soll vor allem der deutlich erweiterte Shop-Bereich werden. Der Umsatz soll sich hier von 1999 bis 2007 von 4,9 auf 16 Mill. S verdreifachen.

Insgesamt plant BP heuer im Tankstellenbereich rund 40 Mill. S Gewinn. Ob man diesen allerdings Gewinn heuer tatsächlich erreichen werde, sei noch nicht absehbar. Derzeit lägen die Gewinne an der Pumpe hinter dem Plan. Benzin würde im Moment fast um 1 S billiger ausgegeben, als es die Platznotierung des Rotterdamer Produktenmarkts gebieten würden, meint Zierhut. Die Gewinnmarge für BP im Treibstoffgeschäft beträgt rund 2 Prozent betragen.

BP hält mit ihren österreichweit 400 Tankstellen nach eigenen Angaben derzeit einen Anteil von 16,5 Prozent am heimischen Markt. Weltweit betreibt BP derzeit rund 28.000 Tankstellen, 2.300 davon in Europa. (APA)

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