"Wir stellen uns auf April 2002 ein"

17. Mai 2001, 20:44
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Eröffnung des österreichischen Kulturinstituts in New York verzögert

Das österreichische Kulturinstitut in New York wird nicht zum geplanten Termin am 4. Oktober eröffnet werden. Wie die Tageszeitung "Die Presse" in ihrer heutigen (Dienstags-)Ausgabe berichtet, verursachten die ausführenden Baufirmen in New York Verzögerungen, die zu einer Verschiebung des Eröffnungstermins führen werden. "Das ist leider richtig", bestätigte Monika Kalista, Leiterin der kulturpolitischen Sektion im Außenministerium. "Wir stellen uns auf April 2002 ein".

"Richtig ist, dass zweimal die ausführende Baufirma gewechselt werden musste", bestätigte Hartwig Chromy, Geschäftsführer der mit der Bauausführung betrauten Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), im Gespräch mit der APA. Es habe bei der ersten überzogene Geldforderungen, bei der zweiten "mangelnde Qualität" gegeben, so Chromy, der ergänzt: "In Manhattan haben 70 Prozent der Bauunternehmer einen italienischen Namen, was das heißt, muss ich nicht näher erklären". Dadurch "und durch Änderungen, die das Außenministerium bestellt hat und die gegenüber der ursprünglichen Planung von Raimund Abraham, die schon sehr lange zurückliegt, sinnvoll waren", habe sich die Übergabe des Gebäudes an die BIG um "einige Monate" verzögert. Die "derzeitige Terminsituation" sei, dass die BIG Ende Juli das Gebäude übernehmen und dann an das Kulturinstitut übergeben werde.

Wechsel der Baufirmen

Die Wechsel der Baufirmen seien "unter Verantwortung und Federführung des "Construction Managers", der Firma Barney Skanska USA, Teil der schwedischen Skanska-Holding, geschehen. Bei diesem werde die BIG auch versuchen zu regressieren, sollte es seitens des Außenministeriums zu (vertraglich vereinbarten) Pönale-Forderungen kommen. Auf maximal 500.000 Schilling (36.336 Euro) bezifferte Chromy die Höhe der Pönale.

Über sie "hereingebrochen" sei die Nachricht von der Verzögerung, so Kalista. Obwohl die Eröffnung bis voraussichtlich Frühjahr 2002 verschoben werde, werde das Institut sofort nach Bezugsbereitschaft des Hauses einziehen, genauen Termin konnte Kalista noch keinen nennen. Man "muss bedenken, wann so ein umfassendes Eröffnungsprogramm, wie wir es planen, sinnvoll ist. Der Oktober wäre geeignet gewesen, aber im Dezember ist so etwas, vor allem in New York, wenig sinnvoll". Seitens der beteiligten Künstler gebe es derzeit noch keine Reaktion, so Kalista. "Wir haben immer noch gehofft, wir könnten das durchziehen". (APA)

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