Stadt Augsburg will "Aphrodite" behalten

15. Mai 2001, 12:48
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Brunnenfigur wegen ungewöhnlichen Proportionen umstritten

Augsburg - Die wegen ihrer ungewöhnlichen Proportionen umstrittene Brunnenfigur "Aphrodite" soll nach dem Willen des Stadtrates auf jeden Fall in Augsburg bleiben. Die Rathaus-Fraktionen wollen deshalb eine Diskussion über Kunst im öffentlichen Raum anregen, wie die Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte. Vorschläge für einen neuen Standort der von vielen Augsburgern als hässlich empfundenen Figur sollen aber nicht öffentlich diskutiert, sondern erst intern geprüft werden.

Ursprünglich sollte die Figur des Künstlers Markus Lüpertz einen Brunnen auf dem zentralen Ulrichsplatz schmücken. Der Stadtrat beugte sich jedoch Anfang April den heftigen Bürgerprotesten und lehnte den Standort ab. Nach der Absage für "Aphrodite" hatten auch andere Städte ihr Interesse an der von der Augsburger Verlegerin Ellinor Holland ("Augsburger Allgemeine") gestifteten Plastik angemeldet. Die Stadt bat die Verlegerin jedoch um mehr Zeit, um in Ruhe nach einem neuen Standort suchen zu können. (APA)

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